Samstag, Juli 02, 2016

Zwischenauswertung: Herr Müller, die verrückte Katze und Gott












Mehr als die Hälfte ist geschafft, von der Geschichte der verlorenen Seele Müller!

Ich möchte euch hiermit von meinem ersten Eindruck und meiner Meinung bis Seite 202 (Leseabschnitt I bis einschließlich III) berichten.







Leseabschnitt I: Liber scriptus proferetur

Leseabschnitt II: Dies irae, dies illa

Leseabschnitt III: Quantus tremor est futurus


Zu allererst muss gesagt werden: Es ist wirklich ein Buch der etwas anderen Art, was ihr wahrscheinlich schon an den lateinischen Titeln der Leseabschnitte erkennen könnt. Das Buch hat insgesamt 318 Seiten. Kein Vorwort, kein Epilog, keine Informationen zum Autor oder Ähnliches, sondern 318 Seiten nur die Geschichte von Herr Müller, der verrückten Katze und Gott. Auch Kapitel gibt es in dem Sinne keine. Die Kapitel sind nach den Orten benannt, in denen die Handlung stattfindet. Es finden also mit jedem neuen Kapitel Orts- und Szenenwechsel statt (gerade lese ich das, was in Nürnberg passiert, dann Kapitel Hamburg, danach nochmal ein Kapitel Nürnberg, und so weiter). In den verschiedenen Ortsteilen haben jeweils verschiedene Personen die Hauptrolle (Person A in Nürnberg, Person B in Südfrankreich,...). Diese bleiben jedoch konstant, das heißt, sie ziehen sich durch das Buch und haben ihren bestimmten Platz in der Geschichte. 

Nun will ich aber nicht zu viel von der Rezension vorwegnehmen, sondern euch von meinen Eindrücken berichten. 



Also: Was halte ich bisher davon?


Den ersten Eindruck erhielt ich bereits auf lovelybooks.de, bei der Verlosung für die Leserunde. Der Klappentext und die Worte vom Autor zur Verlosung ließen mich neugierig werden. Eine skurrile, sarkastische Story, die aber ernste Themen beinhaltet? Und eine knallgrüne Grinsekatze als Cover? Das kann nur gut werden, dachte ich. Und das bestätigte sich bereits im ersten Leseabschnitt.

In Leseabschnitt I (Seite 8-65) werden erst einmal alle, für den Anfang benötigten, Charaktere in den entsprechenden Orten erwähnt und die grobe Story eingeführt: Das ist passiert, Herr Müller ist gestorben, die Seele ist weg, was nun? Ein guter Einstieg und nicht zu viel Handlung, was das ungewohnte Lesen mit Ortswechseln erleichtert. 
Mein Kino im Kopf hatte Startschwierigkeiten, da ich mich beim Lesen, aufgrund des Schreibstils, sehr konzentrieren und die permanenten Szenenwechsel verarbeiten musste. Das legte sich allerdings nach ein paar Kapiteln; Fantasie ist hier das A und O!

In Leseabschnitt II (Seite 68-129) geht es sozusagen ins Eingemachte. Die wichtigsten Personen und das Problem sind bekannt und nun geht es darum, besagtes Problem zu lösen. Dazu werden die Personen eingeweiht: Zwei Erzengel und der Dämonenfürst, zwei Moslems und Kurt Müllers Tochter. Das ausschlaggebendste in diesem Abschnitt: Kurt Müller lebt! Und zwar in dem Körper einer neugeborenen Katze in Südfrankreich, wo er allerdings nicht bleiben will.
An den Schreibstil hatte ich mich gewöhnt und das Kino in meinem Kopf ist klarer und sinnvoller geworden, so absurd die Geschichte auch sein mag. Obwohl alles aus der Erzähler-Perspektive geschrieben ist konnte ich mich gut in die jeweiligen Personen hineinversetzen und mir genau vorstellen, wie sie was gerade sehen; auch aus Katzensicht. Das Buch hat auch einige lehrreiche Stellen in sich: Ich habe einiges über Katzen gelernt und musste ein paar Wörter nachschlagen oder 2x lesen, um zu wissen, was es ist oder wie es ausgesprochen wird. 

In Leseabschnitt III (Seite 132-202) werden die Kapitel länger und die Planungen zur Problemlösung langsam umgesetzt; die Suche nach Herr Müller ist im Gange. Helenas beste Freundin, eine Studentin (die vorher bereits kurz angesprochen wurde) und der Höllenhund kommen ins Spiel, es findet viel Gewalt und Brutalität statt und es wird viel diskutiert; über Himmel und Hölle, die Vorstellungen, Normen und Werte dort, und vieles mehr. Auch gibt es Kapitel über das Leben als Katze Kurt und seinen Weg nach Hause. Die einzelnen Individuen verschmelzen zu einer Einheit, sie stehen alle in engem Kontakt miteinander und haben alle eine Aufgabe in der Gruppe. Bei Helena gibt es gegen Ende des Leseabschnitts eine große, spontane Wende. 
Der dritte Leseabschnitt ist, meiner Meinung nach, bisher der fesselndste gewesen. Die Spannungskurve ist deutlich gestiegen und alles hatte Hand und Fuß. Ich habe es in nur zwei Tagen verschlungen und kann es kaum erwarten, herauszufinden, ob sie Kurt Müller finden, was mit Helena passiert, und wie es weitergeht. 

Alles in allem ist es ein logischer, aber nicht vorhersehbarer Ablauf der Geschichte, die Spannung steigt und die Antwort auf die Frage "Was ist mit Kurt Müller?" wird immer dringlicher. Es geht nun mit Leseabschnitt IV "Tuba mirum spargens sonum" weiter und ich bin gespannt, wie sich die Suche und das Drumherum weiterentwickelt. Ich halte euch auf dem Laufenden!



Neugierig?

Hier ist das Buch erhältlich (Verlag Ars Vivendi)
Hier geht es zu der Leserunde auf lovelybooks.de

0 Comments:

Kommentar veröffentlichen